| A study of the eye movement hypothesis of NLP. |
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Duda, Karin: A study of the eye movement hypothesis of NLP. University of Bielefeld, Department of Psychology, Master thesis, 1990. Abstract: Die Arbeit setzte es sich zum Ziel, das von Bandler und Grinder (1975) im Neurolinguistischen Programmieren (NLP) postulierte Augenbewegungsmodell experimentell zu überprüfen. Die übergeordnete Fragestellung lautete dabei: Gibt es den im NLP postulierten Zusammenhang zwischen sichtbaren augenbewegungen in bestimmte Positionen und sinnesspezifischen innern Prozessen ? Es werden zunächst die Vorgehensweisen schon vorliegender Untersuchungen zu dieser Fragestellung aufgeführt. Die Befunde dieser Studien können das Augenbewegungsmodell insgesamt nicht bestätigen. Der Autorin wesentlich erscheinende Aspekte dieser Studien, die deren Ergebnisse nachteilig beeinflußt haben könnten, werden diskutiert und in der vorliegenden Arbeit vermieden. An der Untersuchung nahmen 42 rechtshändige Versuchspersonen teil. Diesen wurden jeweils 23 Fragen unterschiedlicher Modalitäten (visuell erinnert, visuell konstruiert, auditiv erinnert, auditiv konstruiert, kinästhetisch) gestellt. Diese Fragen, in Anlehnung an die im Augenbewegungsmodell unterschiedenen Modalitäten, sollten dabei die spezifischen vom Modell postulierten Augenbewegungen bei der Beantwortung der Fragen hervorrufen. Die Versuchspersonen wurden instruiert, die Fragen innerlich zu beantworten, d.h. nicht laut zu verbalisieren. Die Versuchspersonen saßen vor einer reizarmen Glasscheibe, hinter der eine Kamera so plaziert wurde, daß sie den Kopfbereich, und somit die Augenbewegungen der Versuchspersonen optimal aufzeichnen konnte. Für die Auswertung lagen insgesamt 42 x 23 Augenbewegungssequenzen vor, die von einem Rater und einer Raterin anhand eines 9 Kategorien umfassenden Kategoriensystems nach bestimmten Auswertungsmodalitäten ausgewertet wurden. Die Kategorien bezeichneten die im Augenbewegungsmodell spezifizierten Augenpositionen. Die Reliabilität der Rater erreichte einen Wert von Z=.78 (nach Kappa). Die Ratings, in denen jeweils beide Rater übereinstimmten, wurden statistisch-quantitativ anhand des Chi Quadrat-Tests auf Assoziation und des g-Tests von Woolf analysiert. Durch diese Tests wurde der Zusammenhang zwischen der jeweiligen Modalität der Frage und der Augenposition der Versuchspersonen ermittelt. Diese Analysen erreichten keine Signifikanz. Vielmehr ergab sich ein Befund, der sich auch schon in anderen Studien gezeigt hatte. Die vom Modell für die Modalität "Auditiv konstruiert" postulierte Augenposition "rechts mitte" erwies sich als die con den beiden Ratern übereinstimmend über alle Modalitäten hinweg häufigste gewählte Kategorie. Dieser Befund wird im Lichte einiger kritischer Aspekte der vorliegenden Untersuchung diskutiert und es werden Anregungen für Nachfolgeuntersuchungen angeboten. Der theoretische Bezug zu physiologischen Modellen zur Hirnhemispherenspezialisation und zu Untersuchungen lateraler Augenbewegungen ermöglicht eine Einordnung des Augenbewegungsmodells in einen größeren wissenschaftlichen Zusammenhang. Vor dem Hintergrund dieser Modelle und Untersuchungen wird das Augenbewegungsmodell kritisch hinterfragt. Weitere Untersuchungen zum Augenbewegungsmodell als auch der explizite Bezug zur physiologischen Forschung werden als sehr wünschenswert angesehen. |